Isabells Hände

Isabells Hände

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Von Bea Frei

„wenn ich an isabell denke, dann kommen mir zuerst ihre hände in den sinn.

wie sie respektvoll über den körper streichen, wie sie die „faulen“ und

unbelebten stellen ertasten, sie erfühlen und finden. wie sie das alte von

mir wischt, mich befreit vom alltagsschrott den ich mit bringe und sich

immer tiefer in den körper hinein arbeitet. die hände anfänglich kühl,

werden wärmer, fordern heraus, streichen glatt, erlösen die schmerzen und

öffnen räume. hände die genau jene stellen finden, die nach erlösung rufen.

es sind reisen, die diese hände zurücklegen, über berge und täler streichen,

es gibt stellen, die verlieren ihre härte, werden weicher, formbarer, wie

ein stück ton bearbeiten sie die oberfläche und dringt dabei in die tiefsten

tiefen vor. still, manchmal laut atmend nehme ich sie war. manchmal sind nur

die hände da, dazwischen all die düfte, das  gluckern, wenn sie trinkt und

das rasseln des altmetalls von aussen. der körper entspannt sich unter ihren

händen, lässt zu, nimmt auf und die innere und äussere reise tasten sich zu

einander vor, begegnen sich… lösen auf… der rhythmus ändert sich,

langsamer, intensiver, spielerisch leicht, löst sie die gespenster aus

meinem körper, schält mich heraus mit ihren kreisenden, streichenden langen

bewegungen. das vertrauen in ihre hände ist gross, ich lasse es geschehen

und manchmal ist es ein eintauchen in eine gemeinsame welt.

es ist ein eintreten in eine entspannte atmosphäre, so komme ich an und der

moment, wo ich alleine auf sie warte, erlaubt mir wirklich anzukommen und

die bereitschaft mich den händen anzuvertrauen, hinzugeben wächst. die

angeordnete wartezeit ist bereits der erste schritt des loslassen. erlaubt

mir meinen blick schweifen zu lassen über all dies tausend dinge die

dastehen, arrangiert, bewusst und doch so dass es nicht nach ordnung

aussieht. da hängen ihre werke, die sie umgeben, von denen einen eine eigene

kraft ausgeht… all die steine, salze zwischen honig und informationen, die

kartensets, die wolkensprüche, alles in allem ihre welt, die so weit und

bunt und breitgefächert ist… ich darf in diese welt treten und mich davon

bereichern lassen…

wenn ich isabell vor meine augen stellen, dann steht da eine frau, manchmal

chaotisch, wild, schnell und beim massieren erlebe ich eine rücksichtsvolle,

zarte, feinfühlige und sich einfühlende frau. der wechsel von dem sprühenden

aussen ind ein glühendes inneres, konzentriert auf den vor ihr liegenden

körper. sie ist im kontakt gradlinig und klar. sie behält die erfahrungen

für sich. wartet bis ich zu sprechen beginne, manchmal begegnen sich unsere

augen vor den worten und dann sehe ich mich gespiegelt… sie hört zu, sie

entgegnet, sie erklärt. ist nicht belehrend, nein sie geht auch mit den

worten mit.

sagt so viel, wie sie glaubt das ich ertrage, bietet mir möglichkeiten an,

wie ich das erlebte, meine situation auch noch betrachten könnte.

sie spielt nie die überlegene, nein sie erzählt von ihren eigenen

erfahrungen. isabell ist eine lebendige frau, voller tiefen und kann

herrlich lachen. die oberfläche, die umgebung, die kleidung, das äussere

gehört bei ihr genau so zum menschen wie das innere, dass sie mit ihren

händen erforscht und bewegt. isabell ist eine frau, die im wandel ist, die

mit sich arbeitet, die leidenschaftliche sucherin und die doch so vieles in

sich selber findet. sie ist mutig und offen, sie geht auf die menschen zu,

bleibt dabei authentisch. sie ist unglaublich herzlich und strahlt oft auch

eine grosse fröhlichkeit aus. isabell ist eine frau, die die menschen

liebt… die ihren eigenen weg geht und sich nicht verleugnet, die auf

diplome „pfeifft“, weil sie ihre ureigenste methode entwickelt und

verfeinert und sie den menschen zukommen lässt, dosiert und auf den anderen

abgestimmt, so dass die entwicklung, das wohlbefinden und ausgleichende im

zentrum steht. entwicklung heisst auch, nicht nur auf der hellen, sonnigen

seite zu sein, nein auch die schatten und dunkelheit zu akzeptieren. sie hat

eine hartnäckigkeit und bleibt dran. sie versucht auf verschiedene arten,

dasselbe an die frau zu bringen, ohne sich aufzudrängen. sie überlässt es

mir, was ich mitnehmen will, was ich annehmen will. die entscheidung liegt

immer bei mir. bewusst oder im körper… auf beiden ebenen.

ja, wenn ich an isabell denke, dann sehe ich eine strahlende, liebende frau

vor mir, mit lebendigen händen, die bereit sind, sich einzulassen auf das

was kommt, ohne zu werten, einfach aufnehmen und es wenn möglich lebendig

werden lassen… sich vom körper und seiner geschichte führen lässt und den

spuren der heilung folgt.“

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